Die Reblaus in Europa

Schnelle Schiffe verursachten Krise.

Im Sommer 1863 trat in London das erste Mal die Reblauskrankheit auf, die sich danach in ganz Europa ausbreitete und dem Weinbau sehr zusetzte: Bis 1875 zerstörte der aus den USA einschleppte Schädling 40% aller europäischen Weinstöcke.

In dieser noch wenig von Mobilität geprägten Zeit, war den neuen schnellen Dampfschiffen die rasche Ausbreitung der Krankheit zuzuschreiben. Die Überfahrt über den großen Teich dauerte nun nicht mehr so lange, das Ungeziefer überlebte die Reise meist.

Interessant: Die weltweit angesehenen französichen Weine haben heute amerikanische Wurzeln, da die Reben auf reblausresistente amerikanische Rebstöcke gepropft wurden.

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